Nautische Begriffe

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Nautische Begriffe  – wenn du einen richtigen Seebären fragst, wird dieser dir auf Anhieb eine Vielzahl nautischer Begriffe nennen können, von denen du im besten – oder schlechtesten – Falle noch nie etwas gehört hast. Damit du auch ein wenig mitreden kannst, möchten wir dir daher an dieser Stelle einmal die wichtigsten Begriffe nennen und auch erläutern. Solltest du Fragen dazu haben oder der Meinung sein, dass weitere nautische Begriffe in unsere kleine Sammlung aufgenommen werden sollten, dann melde dich bei uns. Wir freuen uns auf einen regen Austausch mit dir.


ÜBRIGENS:

Unsere nautischen Begriffe sind nach dem Alphabet und nicht nach der Wichtigkeit sortiert, um dir einen besseren Überblick zu ermöglichen.

Nautische Begriffe A bis D

Achtern:  Als Achtern bezeichnet der Wassersportler den hinteren Teil seines Bootes. Siehe auch Heck.

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Anker:  Jedes Boot sollte mindestens zwei Anker besitzen. Einen Anker am Heck, der mechanisch oder elektronisch zu Wasser gelassen werden kann. Zudem sollte ein Handanker vorhanden sein, der nach dem Wasserlassen am Heck befestigt wird.
Um ordentlich ankern zu können, gilt folgende Regel: Wassertiefe x 3 entspricht der Länge der freigegebenen Ankerkette. Wenn du also auf deinem Tiefenmesser eine Wassertiefe von 3 Metern abliest, solltest du 9 Meter Ankerkette freigeben, damit du ordentlich ankern kannst. Steht der Anker nämlich zu steil oder zu schräg, dreht sich das Boot und du wirst zum „Hingucker“ auf jedem Teich.

Auf Kiel legen:  Wenn in der Werft ein Boot gebaut wird und sich der Bau noch in der Anfangsphase befindet, dann nennt dies der Fachmann „Auf Kiel legen“. Vergleichbar ist dies in etwa mit der Grundsteinlegung bei einem Haus.

Anleger:  In jeder Marina beziehungsweise in jedem Yachthafen findest du Anleger. Es handelt sich dabei in der Regel um Pontons, die das Anlegen erlauben. Doch auch Kaimauern oder Stege können als Anleger bezeichnet werden.

Bist du Laie und noch nicht so ganz mit dem Wassersport vertraut, dann suche dir einen Anleger aus Pontons. Diese schwimmen, passen sich den Bewegungen des Wassers an und verzeihen es, wenn du vielleicht etwas „zügig“ anlegst. Kaimauern hingegen sind starr und immer gut geeignet, um dem Wasserfahrzeug einen ganz eigenen Look zu verpassen.

anlegen:  Willst du an Land gehen, musst du anlegen. Dies tust du an einem Anleger, der entsprechende Klampen dafür bereithält.

auslaufen:  Willst du einen Hafen wieder verlassen, dann läufst du aus.

Backbord:  Als Backbord wird die linke Seite deines Schiffes oder Bootes – in Fahrtrichtung betrachtet – bezeichnet.

Boje:  Im Wasser gibt es einige Gefahren, deren Position mit Hilfe von einer Boje markiert wird. Die Bojen schwimmen auf dem Wasser, haben aber nichts mit den Tonnen zu tun, die als Seezeichen zum Einsatz kommen. Bojen sind lediglich als Markierung für Untiefen oder auch Steinhaufen und anderen Hindernissen gedacht.

Brücke:  Die Brücke ist der Steuerstand und somit die Kommandozentrale des Skippers. Auf kleinen Schiffen, die auf den Binnengewässern zum Einsatz kommen, ist die „Brücke“ entweder ein Außensteuerstand und/oder ein Innensteuerstand.

Bug:  Der Bug ist das Gegenstück zum Heck und bezeichnet den vorderen Teil des Bootes.

Bugstrahlruder:  Ein wichtiges Accessoire zum Manövrieren. Das Bugstrahlruder, welches auch gerne als Kopfschraube bezeichnet wird, hilft dem Skipper dabei, den Bug des Bootes seitlich zu bewegen. Dies kann beim Anlegen sehr hilfreich sein, da so recht einfach die richtige Position des Bootes erzielt werden kann.

Deck:  „Alle Mann an Deck“ – wer kennt diesen Ausspruch nicht. Das Deck ist somit die äußere Fläche des Schiffes, auf der man laufen kann. Man kann es auch als „Dach des Bootes“ bezeichnen. Wenn es jedoch heißt: „Alle Mann unter Deck“, dann bedeutet dies, dass sich alle ins Innere des Bootes begeben sollen.

Dock:  Das Dock ist eine große Anlegestelle oder ein Pier beziehungsweise ein Kai. Unterschieden wird zwischen einen Trockendock und einem Schwimmdock. In beide Arten fährst du mit dem Boot hinein. Im Anschluss werden die Türen geschlossen und das Wasser wird aus dem Dock abgelassen. Im Anschluss können Arbeiten am Rumpf des Bootes vorgenommen werden, die – wenn das Boot im Wasser wäre – nicht möglich wären.


Nautische Begriffe H bis N

Heck:  So wird der hintere Teil eines Bootes bezeichnet.

Kabinen:  Als Kabinen werden die jeweiligen Zimmer an Bord bezeichnet, in denen unter anderem die Kojen stehen. Es gibt zudem den Salon, die Kombüse und Nasszellen.

Kai:  Ein Kai ist wie ein Dock oder ein Pier ein Anlegeplatz, an dem man mit dem Boot anlegen kann.

Kapitän:  Der Kapitän oder auch Skipper ist das ranghöchste Crewmitglied. Er bestimmt den Kurs und trägt die Verantwortung auf dem Boot.

Kiel:  Das Kiel ist die sogenannte Wirbelsäule des Bootes. Es ist das unterste Bauteil und somit unter Wasser zu finden. Früher hat man die Mannschaft mit „Kielholen“ bestraft, wenn diese ungehorsam war. Meist ging es nicht gut aus, da das Kiel besonders bei großen Schiffen recht lang sein kann und der ganze Vorgang daher recht lange gedauert hat. Entweder hatten sich die Haie am Bestraften bedient oder er ist während der Prozedur ertrunken.

Kielwasser:  Als Kielwasser wird die Spur bezeichnet, die ein Boot während der Fahrt im Wasser hinterlässt. Wenn jemand in deinem „Kielwasser schwimmt“, dann fährt er sehr dicht hinter dem Boot.

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Klampe:  Die Klampe ist ein sehr wichtiges Bauteil zum Festbinden von Booten, Motoryachten und Hausbooten. Sie lassen sich auf Stegen, aber auch auf den Booten selbst finden. Um die Klampen wird das Tau so gelegt, dass es sich nicht mehr lösen kann und das Wasserfahrzeug gesichert ist. In der Regel werden dafür bestimmte Seemannsknoten genutzt. Informationen zu verschiedenen Seemannsknoten findest du hier.

Knoten:  Ein Knoten ist eine Einheit, mit deren Hilfe die Geschwindigkeit eines Wasserfahrzeuges ausgedrückt wird. Dabei entspricht ein Knoten einer Seemeile.

Koje:  Ohne Koje geht es nicht. Dein Bett an Bord wird so bezeichnet.

Kombüse:  So wird die Küche an Bord eines Bootes, Hausbootes oder einer Motoryacht bezeichnet.

Kompass:  Ohne den Kompass hätten die Weltmeere niemals erkundet werden können. Auch wenn du dich nur auf Binnengewässern bewegst, ist es wichtig, dass du den Kompass lesen kannst. Er gibt dir die Richtung an, in die du fährst und hilft dir so, stets den richtigen Kurs zu halten.

Kurs:  Der Kurs ist die Fahrtrichtung, die du für deinen Urlaub auf dem Wasser einschlägst.

Lee:  Die Seite des Bootes, die vom Wind abgewandt ist.

Liegeplatz:  Als Liegeplatz wird die Anlegestelle im Hafen bezeichnet. Wer ein eigenes Boot hat, mietet sich beispielsweise einen Liegeplatz in einem Hafen seiner Wahl, damit das Boot während der Saison im Wasser bleiben kann.

Log:  Hierbei handelt es sich um den Geschwindigkeitsmesser, der in jedem Boot zu finden ist.

Logbuch:  Das Schiffstagebuch, indem Erlebnisse aber auch technische Gegebenheiten der Motoryacht oder des Hausbootes vermerkt werden können. Wird ein Boot gechartert, können die Charterer ihre ganz eigenen Erlebnisse während des Urlaubs im Logbuch hinterlegen.

Luv:  Die Seite des Bootes, die dem Wind zugewandt ist.

Manöver / manövrieren:  Ein Manöver findet statt, wenn du das Boot in eine andere Lage gebracht hast. Man nennt dies auch ganz einfach manövrieren.

Marina:  Eine Marina ist ein Hafen, indem du anlegen kannst. Er wird auch Yachthafen oder einfach nur Hafen genannt.

Mayday:  Mayday ist die allgemeine Bezeichnung für einen Notruf. Welche Signale es diesbezüglich gibt und wie ein Notruf richtig abgesetzt wird, erfährst du hier.

Mittschiffs:  So wird die Mitte des Bootes bezeichnet. Also der Bereich, der zwischen Bug und Heck liegt.

Navigation:  Als Navigation wird die Standortbestimmung eines Wasserfahrzeuges beziehungsweise die Planung einer Route bezeichnet.


Nautische Begriffe P bis Z

Poller:  Ein Poller ist ein aus Gussstahl angefertigtes Bauteil, welches sich auf Stegen finden lässt und für das Festmachen des Bootes unerlässlich ist. Es gibt verschiedene Ausführungen der Poller, die sich dann nicht nur auf Stegen, sondern auch an Bord des Schiffes finden lassen. Vergleichbar ist der Poller in seiner Funktion mit dem Klampen.

Pütz:  So wird der Eimer an Bord bezeichnet, der mit einem Seil versehen ist, um mit ihm von Bord aus Wasser aus dem See, Fluss oder Kanal zu holen.

Radar:  Das Radar hilft bei der Ortung von Objekten, die sich oberhalb der Wasserfläche befinden. So werden andere Schiffe auch in einer größeren Entfernung erkannt und auf dem Radarschirm angezeigt in der Binnenschifffahrt wird es hauptsächlich zur Erkennung von Tonnen und Seezeichen verwendet. Es ist sehr hilfreich, wenn die Sicht wetterbedingt einmal nicht so gut ist.

Reling:  Als Reling wird das Geländer an Deck bezeichnet. Es dient als Sicherheit und sorgt dafür, dass niemand ins Wasser fällt.

Ruder:  Das Ruder ist eine Platte, die am Ruderschaft angebracht ist und sich unter dem Heck des Bootes befindet. Es ist drehbar und hilft so, das Boot auf Kurs zu halten oder die Richtung zu ändern. Gesteuert wird das Ruder vom Steuerstand aus.

Rumpf:  Hierbei handelt es sich um den Schiffskörper.

Schiffsschraube:  Die Schiffsschraube sorgt dafür, dass dein Boot Geschwindigkeit aufnehmen kann. Sie befindet sich wie das Ruder unter dem Heck des Bootes.

Seegang:  Wenn ordentlich Seegang ist, dann kann dem einen oder anderen auf dem Boot schon übel werden. Als Seegang wird somit die Bewegung des Wassers beschrieben, die durch den Wind hervorgerufen wird.

Seekarten:  Eine Seekarte wird zur Navigation und zum Festlegen einer Route benötigt.

Seemeile:  Hierbei handelt es sich um ein nautisches Längenmaß. Eine Seemeile entspricht genau 1.85201 Kilometer.

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Sextant:  Mit einem Sextant kann eine genaue Standortbestimmung erfolgen. In unserer heutigen Zeit kommt dieser jedoch kaum noch zum Einsatz.

Steuerbord:  Die rechte Seite eines Bootes.

Tiefenmesser:  Mit einem Tiefenmesser wird die Wassertiefe ermittelt.

Untiefe:  Als Untiefen werden flache Stellen im Wasser bezeichnet. Sie entstehen unter anderem durch Sandbänke oder auch Steinhaufen. Auf Seekarten sind diese aufgewiesen.

Wasserlinie:  Hierbei handelt es sich um die Höhe der Wasserfläche am Rumpf des Bootes.

Du willst es genauer wissen? Dann haben wir hier eine Empfehlung für dich:

Tampen, Pütz und Wanten: Seemannssprache
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