Bootsurlaub buchen

Wahrscheinlich ist dein Entschluss, einmal die schönste Zeit des Jahres auf dem Wasser zu verbringen, nicht spontan in dir gereift. Vielleicht hast du ja schon des Öfteren am Wasser Urlaub gemacht und neidisch auf all jene geblickt, die mit einer Motoryacht oder einem Hausboot an dir vorbeigezogen sind. Und vielleicht hast du dann gedacht, dass dies auch etwas für dich wäre und du gerne einmal auf diese Art und Weise deinen wohl verdienten Urlaub verbringen willst.

So oder ähnlich berichten die meisten Wassersportler von ihrem ersten Kontakt mit dem Element Wasser und den Möglichkeiten, die dieses für einen abwechslungsreichen und erholsamen Urlaub bereithält.

Wenn auch du einmal Urlaub auf dem Wasser machen willst, dann gilt es, diesen Urlaub sehr genau zu planen. Du musst dir dafür nicht nur im Vorfeld die eine oder andere Frage stellen, sondern auch den besten Zeitpunkt für deinen Urlaub finden und optimale Rahmenbedingungen für diesen schaffen. Wir wollen dir daher an dieser Stelle einen kleinen Ratgeber zur Hand geben, der dir genau aufzeigt, was von der Anmietung bis zur Abgabe bei einem Urlaub auf dem Wasser beachtet werden muss.

1. Das Revier

Bevor du überhaupt an einen Urlaub auf dem Wasser denken kannst, solltest du dir die Frage stellen, welches Revier du erkunden willst. Diese Frage ist nicht unerheblich, da es weltweit betrachtet viele spannende Reviere gibt, die sich hervorragend für einen Urlaub auf dem Wasser eignen.

Innerhalb von Deutschland lassen sich die beliebtesten Reviere rund um die Mecklenburgische Seenplatte sowie die Märkischen Gewässer finden. Ein sehr großes Gebiet, welches zu großen Teilen auch ohne Bootsführerschein bereist werden kann. Zudem hält dieses Gebiet verschiedene Schwierigkeitsstufen bereit.

Magst du nur gemütlich vor dich hin fahren und hier und da einmal anlegen, dann kannst du dies rund um die Müritz perfekt tun. Denn keine Schleusen und oder sonstige Hindernisse werden dich herausfordern.

Planst du hingegen einen aktiven Urlaub, der auch das Schleusen und das Fahren in Kanälen bereithält, dann solltest du die märkischen Gewässer für deinen Urlaub nutzen. Sie bieten dir nämlich genau das, was du suchst.

Überlege dir daher im Vorfeld sehr genau, welches Revier du bevorzugst. Es entscheidet darüber, ob du deinen Urlaub genießen kannst.

2. Die perfekte Reisezeit

Für richtige Wassersportler gibt es keine falsche Jahreszeit. Denn solange die Gewässer nicht zugefroren sind, können sie befahren werden. Wahrscheinlich wirst du dich aber eher für einen Urlaub während der warmen Jahreszeit interessieren. Auch wenn die Hausboote und Motoryachten in der Regel sehr gut funktionierende Heizungen besitzen und die kalte Jahreszeit ihren ganz eigenen Reiz hat.

Um den besten Zeitpunkt für den Urlaub zu finden, musst du nicht nur auf den Kalender blicken und deinen Urlaubsantrag beim Arbeitgeber checken. Du musst dich vielmehr fragen, was du während deines Urlaubs erleben willst.

Romantische Stunden auf einem zugefrorenen See in einem Hausboot können durchaus verlockend sein. Ähnlich verhält es sich mit dem Frühling, der die ersten warmen Sonnenstrahlen mit sich bringt und die Natur wieder zum Leben erweckt.

In den warmen Sommermonaten hingegen kannst du nicht nur schöne Abende an Deck deines Wasserfahrzeuges verbringen. Du kannst auch in den meisten Gewässern baden und die Sonne genießen.

Der Herbst hingegen mag zwar etwas windiger und kühler daherkommen, hat jedoch ebenfalls einiges zu bieten. So ziehen besonders in den Morgenstunden Nebelschwaden über das Wasser, die eine leicht mystische Atmosphäre kreieren und dem Urlaub einen ganz besonderen Reiz verleihen. Zudem lassen sich viele Zugvögel beobachten, die an den Gewässern noch einmal einen Stopp einlegen, bevor sie sich auf den Weg in Richtung Süden machen.

Überlege daher gut, welche Atmosphäre du während deines Urlaubs bevorzugst. Jede Jahreszeit bringt ihren ganz eigenen Reiz mit sich und empfiehlt sich daher für einen Urlaub auf dem Wasser.

Übrigens: Motoryachten haben in aller Regel einen überdachten Außensteuerstand, sodass auch kühlere Temperaturen oder Regen einer Fahrt auf dem Wasser nicht schaden. Zudem kannst du die Überdachung komplett schließen, sodass du einen geschlossenen Raum rund um den Steuerstand hast und dir auch der Wind nicht zu nahe kommt.

3. Art des Wasserfahrzeuges

Wie du vielleicht bereits selbst entdeckt hast, gibt es die verschiedensten Wasserfahrzeuge, die du für deinen Urlaub anmieten beziehungsweise chartern kannst. Sehr beliebt sind Hausboote. Sie bieten auf einer Ebene ausreichend Platz und ähneln einem schwimmenden Bungalow. Neben einem Wohnbereich mit Küchenzeile verfügen sie meist über ein oder zwei Schlafzimmer und einen Nassbereich. Eine großzügige Terrasse samt Panoramascheibe lädt zu gemütlichen Stunden im Freien ein.

Hausboote haben den Vorteil, dass sie keinen nennenswerten Tiefgang haben und du damit in Ufernähe anlegen kannst. Dafür lassen sie sich nicht so optimal manövrieren wie beispielsweise Motoryachten und sind für lange Fahrten daher weniger geeignet.

Motoryachten hingegen sind mit einer gewissen Eleganz auf dem Wasser unterwegs. Sie sind für Wind und Wetter ausgerüstet und bieten neben einem Salon mit Küchenzeile meist auch verschiedene Schlafbereiche und mindestens eine Nasszelle an. Sie sind bestens für lange Fahrten auf dem Wasser geeignet und finden in den vielen Marinas, denen du während deiner Fahrt begegnen wirst, immer einen Liegeplatz für die Nacht. Denn aufgrund des doch beträchtlichen Tiefgangs von Motoryachten kannst du mit diesen nicht im seichten Wasser ankern. Eine Übernachtung in einem Yachthafen ist daher immer empfehlenswert.

Vielleicht hast du sie schon einmal gesehen – die Caravan-Hausboote. Dabei handelt es sich um Wohnwagen, die auf einem Floß befestigt sind und wie Hausboote als Reisedomizil herhalten. Sie bieten ausreichend Platz für mehrere Personen, haben aber wie die Hausboote das Problem, dass sie für längere Strecken eher ungeeignet sind. Willst du dir für deinen Urlaub aber lediglich ein lauschiges Plätzchen in Ufernähe suchen und von dort aus die Zeit genießen, wirst du in dieser Art von Wasserfahrzeug einen treuen Begleiter finden.

Ferner kannst du mit einem Partyfloß, einem Ruderboot, einem Segelboot, einem Kanu und diversen anderen Wasserfahrzeugen deinen Urlaub auf dem Wasser zu einem unvergesslichen Erlebnis werden lassen. Überlege daher im Vorfeld genau, wer zu deiner Reisegruppe gehört und wie du dir deinen wohl verdienten Urlaub vorstellst.

4. Der Kostenfaktor

Wir Deutschen reisen gerne und viel. Gerne mehrmals pro Jahr. Wenn da nicht die Kosten wären, die mit einem solchen Urlaub verbunden sind.

Natürlich wird dir bewusst sein, dass so ein Urlaub auf dem Wasser nicht zum Schleuderpreis möglich ist. Trotz allem ist der erste Blick auf die Preislisten der Anbieter nicht immer ein Vergnügen. Denn gerade in der Hauptsaison kann eine Woche Urlaub auf dem Wasser schnell mehrere tausend Euro kosten.

Zum Preis für die Anmietung von einem Hausboot oder einer Motoryacht können immer noch folgende Kosten hinzukommen:
• Nebenkosten für die Endreinigung, Strom, Gas, Wasser, Abwasser, Müll
• Versicherung
• Kaution
• Parkplatz für das Auto
• Verpflegung
• Liegeplatz für die Nacht in den Marinas
• Geld für Ausflüge und sonstige Aktivitäten

Wie du siehst, kommt da einiges zusammen, was sich am Ende zu einer stattlichen Summe aufaddieren kann. Doch so schlimm, wie es auf den ersten Blick aussieht, ist es zum Schluss dann meist gar nicht. Denn was viele vergessen: Preise für die Anmietung, die Nebenkosten, die Versicherung, die Kaution und auch die Liegeplätze sind immer pro Hausboot beziehungsweise pro Motoryacht und nicht pro Person.

Wenn du ein Hausboot für 4 Personen anmietest und dafür einen Grundpreis von 1.600 Euro in der Hauptsaison die Woche bezahlst, wären dies pro Person lediglich 400 Euro. Kommen dann noch die restlichen Kosten hinzu, bist du vielleicht bei 700 Euro pro Person. Für das Geld musst du erst einmal in den Sommerferien für eine Woche nach Malle oder in eine andere beliebte Urlaubsregion fliegen. Das ist nämlich kaum möglich, da die Preise dort deutlich höher sind.

Daher ist es zwar wichtig, dass du die Preise im Auge behältst und auch vergleichst. Lass dich von diesen jedoch nicht schocken und überlege immer, welche Kosten du hättest, wenn du mit deiner Familie oder deinen Freunden woanders Urlaub machen würdest.

5. Passenden Anbieter finden

Sind alle Vorüberlegungen getroffen, geht es darum, den passenden Anbieter zu finden. Auch hier können einige Stolpersteine warten, die es gilt, geschickt zu umschiffen.

Im Internet lassen sich einige namhafte Anbieter finden, die dir den Urlaub auf dem Wasser ermöglichen. Wenn du deine Suche auf die Region eingrenzt, in der du unterwegs sein möchtest, lichten sich die Reihen ein wenig und du kannst leichter eine Entscheidung treffen. Diese solltest du an folgenden Dingen ausrichten:

• Hält der Anbieter das Wasserfahrzeug bereit, welches ich für meinen Urlaub nutzen möchte?
• Welcher Preis wird dafür aufgerufen?
• Sind die zusätzlichen Kosten transparent dargestellt?
• Kann ich beim Anbieter meinen Charterschein machen?
• Erfolgt eine umfassende Einweisung?
• Wird eine zusätzliche Versicherung angeboten?
• Wie ist der Anbieter zu erreichen?
• Wie kann die Buchung erfolgen?
• Wird ein umfassender Kundenservice angeboten?
• Werden Parkplätze bereitgehalten, damit das Fahrzeug während des Urlaubs sicher abgestellt werden kann?
• Welche Zusatzleistungen werden bereitgehalten?

Bei einem guten Anbieter findest du die Antworten dieser und weiterer Fragen auf der Internetseite. Diese ist im besten Falle sehr übersichtlich gestaltet, bietet viele aussagekräftige Bilder zu den Wasserfahrzeugen und umfassende Beschreibungen.

Besonders als Neuling wirst du darauf angewiesen sein, um am Ende keine Enttäuschung zu erleben. Viele Interessenten haben nämlich völlig falsche Vorstellungen von einer Motoryacht oder einem Hausboot. Vor allen Dingen was den „Luxus“ und den Komfort betrifft.

So wird oftmals nicht bedacht, dass das zur Verfügung stehende Wasser und auch die Auffangmöglichkeiten für Abwasser sehr begrenzt sind. Zwar kann während des Urlaubs in den meisten Marinas Wasser nachgetankt und Abwasser entsorgt werden. Doch dies ist mit einem zusätzlichen Aufwand und einem Zeitfaktor verbunden, den die meisten Urlauber nur ungern auf sich nehmen.

Auch die Anzahl der Steckdosen ist an Bord begrenzt. Große Technik kann daher nicht aufgefahren werden. Wer dies im Vorfeld weiß, wird damit völlig anders umgehen als all jene, die ohne Vorinformation in den Urlaub gehen und sich dann wundern, dass sie nicht auf dem Traumschiff, sondern auf einem Hausboot oder einer Motoryacht gelandet sind, bei der selbst Hand angelegt werden muss und der Luxus ein wenig begrenzt ist.

Dafür erhältst du jedoch die Möglichkeit, einen unvergesslichen Urlaub mitten in der Natur zu verbringen, bei dem du nicht nur zeitlich, sondern auch bezüglich deines Aufenthaltsortes völlig flexibel bist. Denn deine Unterkunft hast du immer bei dir und kannst selbst entscheiden, wo du mit dieser hinreisen möchtest.

Unser Tipp zur Auswahl des passenden Anbieters: Es gibt sehr große Anbieter und auch kleinere Anbieter. Einige sind regional begrenzt, andere bieten ihre Leistungen auch im Ausland an. Für dich ist immer wichtig, dass die Leistungen in dem Revier stimmen, welches du dir für deinen Urlaub ausgewählt hast. Lass dich daher nicht von großen Werbeaktionen blenden, sondern höre auf dein Herz und entscheide dich für den Anbieter, der deine Ansprüche am ehesten bedienen kann.

Eine Liste der beliebtesten Anbieter inklusive Informationen zu deren Leistungen findest du hier.

6. Urlaub buchen

Die zentrale Frage, die in diesem Zusammenhang besteht, lautet: Wie und vor allen Dingen wo soll der Urlaub auf dem Wasser gebucht werden. Dazu möchten wir dir folgende Tipps an die Hand geben:

Da du hier auf unserer Seite im Internet gelandet bist, kann davon ausgegangen werden, dass dir dieses Medium vertraut ist und du gut damit umgehen kannst. Daher ist es für dich wahrscheinlich auch ein Leichtes, deinen Urlaub direkt im Internet zu buchen.

Die Internetpräsenzen der unterschiedlichen Anbieter sind recht gut aufgestellt und für eine Online Buchung ausgerüstet. Einige Anbieter bieten zwar zusätzlich auch noch einen Katalog in Papierform an. Die meisten Buchungen werden jedoch Online verzeichnet.

Bei wem du buchst, hängt ganz davon ab, welchen Urlaub du planst und welches Wasserfahrzeug du bevorzugst. Auch der Preis und der Service werden für dich wahrscheinlich eine wichtige Rolle spielen.

Empfehlenswert ist es, so zeitig wie nur möglich zu buchen. Urlaub auf dem Wasser ist sehr beliebt und die Anzahl der zu mietenden Boote begrenzt. Einige Anbieter bewerben nicht nur die aktuelle Saison, sondern auch die Saison des nächsten Jahres.

Je früher du buchst, umso größer die Auswahl und umso niedriger die Preise. Du kannst jedoch auch Glück haben und im Last-Minute-Bereich einige gute Angebote finden. Allerdings kannst du dir dann das Boot und oftmals auch die Zeit nicht auswählen, da es nur sehr wenige kurzfristige Angebote gibt.

7. Versicherungen und mögliche Zusatzkosten überdenken

Auch wenn du denkst, der größte Autofahrer zu sein und daher auch ein Hausboot beziehungsweise eine Motoryacht ohne Probleme über das Wasser zu schieben, solltest du immer daran denken, eine Zusatzversicherung abzuschließen, welche die Kosten bei möglichen Schäden am Wasserfahrzeug übernimmt. Denn Boot fahren und Auto fahren sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

Ein Wasserfahrzeug lässt sich völlig anders steuern als ein Auto. Das wirst du recht schnell merken, wenn du bei der Einweisung das erste Mal am Steuerstand stehst. Als Laie hat man da erst einmal mächtig zu kämpfen. Hinzu kommt die Größe des Bootes, die nicht unterschätzt werden sollte. Ebenso der Wind und die anderen Wassersportler, denen du begegnen wirst.

Verzichte daher nicht auf einen angemessenen Versicherungsschutz. Schäden am Boot sind schneller entstanden als gedacht. Deren Reparatur ist jedoch sehr aufwendig und teuer, sodass viele hundert oder auch tausend Euro dafür anfallen können. Kosten, die du dir durch eine entsprechende Versicherung ersparen kannst.

Weitere Informationen zu diesem Thema findest du hier.

8. Die Routenplanung

Einen Plan im Kopf zu haben, der die Route für den Urlaub grob festlegt, ist nie verkehrt. Im Internet findest du einige Programme, mit deren Hilfe du eine Routenplanung vornehmen kannst. Zudem haben wir dir hier ein paar Routen zusammengestellt, die dich vielleicht interessieren könnten. Schau einfach mal im Vorfeld in Ruhe nach und du wirst sehen, dass es gar nicht so schwer ist, eine ordentliche Routenplanung auf die Beine zu stellen.

9. Anreise und Skippertraining beziehungsweise Charterschein

Der Anbieter deines Wasserfahrzeuges wird dir mit der Buchungsbestätigung genaue Angaben bezüglich des Anreisetages und auch der Abreise zukommen lassen. So wird er dir eine feste Uhrzeit nennen, zu dieser du in der Marina sein musst. Denn ohne Skippertraining und Charterschein kommst du nicht auf dein Boot. Und da in der Regel mehrere Einweisungen pro Tag stattfinden, wird der Kurs für alle Urlauber zu einem festen Zeitpunkt angeboten.

Meist darf nur der Skipper am Training teilnehmen, sodass die Crew schauen muss, was sie während dieser Zeit im besten Falle macht. Vielleicht ergibt sich ja eine kleine Entdeckungstour rund um die Marina. Oder es lässt sich ein Café beziehungsweise ein Restaurant finden, wo bei einem Eis oder einer größeren Speise die Zeit überbrückt werden kann.

Wichtig ist, dass du pünktlich in der Marina bist und dich beim Hafenmeister oder der verantwortlichen Person für die Übergabe meldest. Ansonsten kann es nämlich sein, dass deine Einweisung erst am nächsten Tag stattfindet und ihr einen Urlaubstag verschenkt.

Beim Skippertraining beziehungsweise der Einweisung solltest du alle Fragen stellen, die dir auf der Seele brennen. Höre gut zu, wenn die Verkehrsregeln für Wasserfahrzeuge erklärt werden. Wer hat Vorfahrt? Wo darf gefahren werden? Was bedeuten die Tonnen? Ausführliche Informationen dazu findest du hier.

Ist dies geschafft, steht die Übergabe an. Lass dir alle Funktionen am Boot genau erläutern und schreibe dir gegebenenfalls einige Dinge auf. Achte auch genau auf Vorschäden am Boot. Bei der Abgabe wird nämlich auch darauf geachtet. Und sind Vorschäden nicht bekannt und notiert wurden, kannst du nicht belegen, dass diese nicht von dir sind. Das kann am Ende recht teuer für dich werden.

Nach der Übergabe des Hausbootes beziehungsweise der Motoryacht kannst du dich mit deiner Crew darauf einrichten. Packt in Ruhe aus, erkundet die Möglichkeiten und sucht euch die passende Koje aus. Empfehlenswert ist es, nicht gleich am ersten Tag auszulaufen, sondern die Nacht in der Marina zu verbringen. Damit Crew und Boot eine Einheit werden können.

10. Urlaub genießen

Es dürfte fast nichts Erholsameres geben, als ein paar entspannte Tage auf dem Wasser zu verbringen. Daher wollen wir dir diesbezüglich gar nicht so viele Tipps und Tricks beziehungsweise Hinweise an die Hand geben. Vielmehr ist es wichtig, dass jeder seinen Urlaub so individuell und angenehm gestaltet, wie er dies will.

Überlege dir daher im Vorfeld lediglich, welche Dinge du erkunden willst. Eine Routenplanung kann die dabei helfen. Ansonsten empfehlen wir dir, dich einfach von deinen Erlebnissen leiten und treiben zu lassen. Du wirst schnell erkennen, dass die besten Ideen meist direkt vor Ort und während des Urlaubs entstehen. Genieße diesen daher mit deiner Crew in vollen Zügen.

11. Die Abgabe

Jeder noch so schöne Urlaub ist leider irgendwann vorbei. Und dann heißt es, Abschied nehmen: Vom schönen Leben auf dem Wasser, vom Boot und vom Revier.

Auch wenn es schwerfällt, solltest du versuchen, am Vorabend der Abgabe nicht allzu spät in der Marina des Anbieters einzulaufen. Die meisten Anbieter nennen dir diesbezüglich ein Zeitfenster. Denn die Mitarbeiter müssen die Nebenkosten berechnen, damit du am nächsten Morgen nicht nur das Boot abgeben kannst, sondern auch alle finanziellen Angelegenheiten schnell geregelt werden können. Hinzu kommt, dass die nächsten Urlauber sich schon in der Anfahrt befinden und – so wie du auch – ein perfekt vorbereitetes und ordentliches Wasserfahrzeug für ihren Urlaub übernehmen wollen. Verzögerungen sind daher von Seiten der Anbieter nicht gewünscht.

Bei der Abgabe musst du alle abgelesenen Werte genau überprüfen. Wie viele Stunden bist du gefahren? Wie viel Wasser und Abwasser wurde verbraucht?

Dies kann für die Nebenkostenabrechnung sehr wichtig sein und den einen oder anderen Euro einsparen. Sei auch stets wachsam, wenn es um die Suche nach Schäden am Boot geht. Ein Mitarbeiter des Anbieters, der mit dir gemeinsam die Abnahme macht, wird sehr genau schauen, ob Schäden am Boot zu finden sind. Dabei wird nicht nur auf Lackschäden oder Dellen an der Außenhaut des Bootes geachtet. Auch verstopfte Toiletten, nasse Betten und andere Schäden können sehr teuer werden.

Sollte es zu einem Schaden während deiner Nutzung gekommen sein, dann verschweige ihn nicht, sondern sprich ihn offen an. Du bist nicht der Einzige, dem das passiert. Dafür ist der Anbieter versichert und du im Endeffekt auch. Solltest du jedoch keine zusätzliche Versicherung abgeschlossen haben, wird der Anbieter deine Kaution einbehalten, bis er eine genaue Kostenaufstellung bezüglich des Schadens hat. Im Anschluss wird er sich dann mit dir in Verbindung setzen und du bekommst den Rest der Kaution zurück. Auf jeden Fall dann, wenn was davon übrig bleibt.

Unser Tipp: Sollten Schäden entstanden sein, dann dokumentiere diese. Mache eigene Fotos und lass dir deine eigenen Unterlagen bei der Abnahme gegenzeichnen. So bist du im Falle einer Unstimmigkeit abgesichert und kannst eigene Dokumente vorlegen.

Wie du siehst, ist die Planung und Durchführung von einem Urlaub auf dem Wasser doch etwas aufwendiger und umfangreicher, wie dies im ersten Augenblick vielleicht wirken mag. Doch du kannst sicher sein, dass sich dieser Aufwand auf jeden Fall lohnen wird. Versprochen.